Nicht empfehlenswert. Ich war in vielen UnterkĂŒnften in Island, aber so ein schlechtes Preis-LeistungsverhĂ€ltnis ist mir noch nie untergekommen. 750âŻEuro (ca. 105.000 ISK) fĂŒr zwei NĂ€chte auf Jugendherbergsniveau ist frech. Auch bei islĂ€ndischem Preisniveau.
Die Zimmer sind so hellhörig, dass man jedes GerĂ€usch aus Nachbarzimmern und Flur hört. TĂŒrenknallen, Husten â alles dringt durch die papierdĂŒnnen WĂ€nde und die Sperrholz-TĂŒr. Wer kommt auf die Idee, aus so einer Ramsch-HĂŒtte ein Hotel zu machen?
Lose Schrauben, klemmende Fenster, klebrige Flecken auf dem Boden, ein wackeliger Tisch und zwei kotfarbene Sessel ergeben ein trauriges Stillleben der VernachlĂ€ssigung. Die Waschmaschine vor der TĂŒr lĂ€uft bis abends, die Gardinen hĂ€ngen halb aus der Schiene. FĂŒr sich genommen Kleinigkeiten â bei dem Preis aber echt Ă€rgerlich.
FrĂŒhstĂŒck gibt es nur von 7:30 bis 9, was in Island im Hochsommer ein Witz ist, wenn GĂ€ste die Mitternachtssonne erleben wollen und erst um 2 Uhr morgens nach Hause kommen.
Anfragen zur spĂ€ten Anreise ĂŒber das Kontaktformular? Wurden ignoriert. Passt zum insgesamt gleichgĂŒltigen Eindruck.
Immerhin: Das Zimmer war sauber, die Betten ĂŒberraschend bequem â zwei kleine Lichtblicke in einem enttĂ€uschenden Aufenthalt.
Bonus-Tipp: Kein Blick in die offene KĂŒche! Dort siehtâs aus, als wĂ€re ein Food-Truck explodiert. Mit professioneller Gastronomie hat das nichts zu tun.